Wann bin ich online ein gewerblicher Händler?

EuGH, Urteil vom 4. Oktober 2018 C-105/17

Ob man bei Online-Verkäufen als Gewerbetreibender eingestuft wird, darf nicht allein an der Zahl der angebotenen Artikel festgemacht werden. Ausschlaggebend sei dagegen, ob die Verkäufe Teil einer „gewerblichen, handwerklichen oder beruflichen Tätigkeit“ seien.

Ein Verbraucher hatte bei einer Bulgarin über eine Online-Plattform eine gebrauchte Armbanduhr erworben, war aber nicht zufrieden und wollte den Kaufvertrag widerrufen. Die Verkäuferin weigerte sich, die Uhr zurückzunehmen und den Kaufpreis zu erstatten, wozu sie nur als Privatperson berechtigt gewesen wäre. Die bulgarische Verbraucherschutz-Kommission stufte sie danach aber als gewerbliche Händlerin ein Weiterlesen

Bundesgerichtshof äußert sich in einem konkreten Fall zur Werbung mit „Selbstverständlichkeiten“- Hier: „Geld-zurück-Garantie“

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Onlinehändler müssen sich stets und sehr genau mit geltenden Verbraucherrechten auseinandersetzen, diese exakt kennen und auch unverzüglich und vor allem richtig umsetzen.

Kürzlich hatte der Bundesgerichtshof die Frage zu beantworten, ob ein Onlinehändler in seinem Shop damit werben darf, dass der Kunde eine 14-tägige „Geld-zurück-Garantie“ beim Einkauf in jenem Shop hat. Um diese Frage zu beantworten, muss man wissen, dass ein Käufer (Verbraucher) im Onlinehandel ohnehin ein gesetzliches 14-tägiges Widerrufsrecht besitzt, bei dessen Ausübung der Onlinehändler verpflichtet ist, den Kaufpreis an den Kunden vollständig zu erstatten.                                 Der Bundesgerichtshof hat nun entschieden, dass eine solche Werbung unzulässig ist. Interessanterweise hat das Gericht ebenfalls darauf hingewiesen, dass eine solche Werbung („14-tägige Geld-zurück-Garantie“) nicht unbedingt auffallend im Shop des Onlinehändlers aufgeführt sein muss, auch unauffällige Werbung, die dem Kunden vielleicht zunächst gar nicht auffällt, ist grundsätzlich zu beanstanden.

Zitat des Bundesgerichtshof: „Werbung in Onlineshops mit einer 14-tägigen „Geld-zurück-Garantie“ ist auch schon dann unzulässig, wenn sie nicht Weiterlesen

Bundesgerichtshof äußert sich zur Einwilligung bei Werbeanrufen

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Die meisten von uns kennen die Situation: Es klingelt das Telefon und widererwarten ist nicht der eigene Freund dran, sondern  ein Händler, der Ihnen das Angebot Ihres Lebens unterbreiten möchte. Die meisten Verbraucher empfinden diese Situation als äußerst unangenehm und fragen sich zurecht, ob solche Werbeanrufe ohne Ihre Zustimmung überhaupt durchgeführt werden dürfen?

 

Werbeanrufe haben für Händler eine große Bedeutung

Händler erzielen durch solch ein Vorgehen hohe Zuwachsraten an Geschäftsabschlüssen, so dass die Bedeutung solcher Anrufe für gewerbliche Händler sehr hoch Weiterlesen

Wissenswertes für Onlinehändler: Wertersatz nach erfolgtem Widerruf durch den Kunden

Wie verhält es sich mit dem Wertersatz bei Widerruf des Kaufvertrags durch den Kunden?

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Hintergrund für die Regelungen des Wertersatzes ist schlicht und einfach, dass Besteller bzw. eben Kunden nicht schlechter stehen sollen, als Käufer, die im stationären Handel im Ladengeschäft einkaufen und dort die Ware eigenhändig und vor Ort vor dem Kauf testen können.

Der Gesetzgeber möchte dem Kunden bei einem Onlinekauf sicherstellen, dass eine Ware vor der Entscheidung über den Verbleib der Ware beim Kunden ausprobiert und ausgepackt werden kann und bei Nichtgefallen zurückgesendet werden kann.

Wenn der Kunde also den Widerruf ausübt, geschieht dies nach geltendem Recht. Sollten die bestellten Artikel vom Kunden jedoch benutzt oder gar beschädigt werden und daraus folgend nicht wieder als Neuware verkauft werden, so stellt sich für die meisten Onlinehändler zurecht die Frage ob Weiterlesen

„Wer wir sind und was wir tun“. Eine kleine Videovorstellung.

Achtung: Falsche „Amazon“- E-Mails im Umlauf

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Derzeit werden von Unbekannten E-Mails verschickt, die den Anschein erwecken, es handele sich um solche des Onlinehändlers „Amazon“. In dieser E-Mail wird behauptet, der Empfänger habe eine Canon EOS 550D samt Zubehör im Wert von 3020,89€ bestellt. Als Nachweis soll ein Anhang dienen, in dem der Bestellvorgang aufgeschlüsselt sein soll. Es ist dringend davon abzuraten den Anhang zu öffnen, da davon auszugehen ist, dass sich dort ein Virus befindet. Amazon selbst hat sich zwischenzeitlich öffentlich ausdrücklich von dieser E-Mail distanziert und die Urhebereigenschaft verneint. Der Inhalt der E-Mail wurde in gebrochenem Deutsch verfasst, so dass recht schnell erkennbar ist, dass etwas nicht stimmen kann.

LG Hamburg: Frist von 5 Tagen zur Annahme eines Kaufvertragsangebotes wirksam

© mariusz szczygieł – Fotolia.com
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Viele Online-Händler hatten sich aufgrund eines Beschlusses des LG Hamburg aus dem Dezember 2012 bereits darauf eingestellt, dass eine Frist zur Annahme des Kaufvertragsangebotes in den AGBs und seiner tatsächlichen Ausübung zu lang sei.

LG Hamburg entscheidet im Urteil jedoch anders

Im nun mehr vorliegenden Urteil hat jenes Gericht jetzt jedoch entschieden, dass die Frist von 5 Tagen rechtens und nicht wettbewerbswidrig sei und demnach auch in den AGBs so verwendet werden darf.

Entgegen dem ursprünglichen Beschluss hat das LG Hamburg demnach seine Auffassung geändert.

 

 

Onlinehändler in der Region im Aufwind

Der Onlinehandel rund um Aalen, Schwäbisch Gmünd, Heidenheim und Ellwangen erlebt gerade seine positivste Blüte.

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Der Trend vom reinen Ladengeschäft hin zum dualen Verkaufskanal wird immer beliebter. Viele Händler in der Region rund um Aalen, Schwäbisch Gmünd, Heidenheim und Ellwangen betreiben neben ihrem stationären Handel auch einen Onlinehandel und sind über deren Entwicklung sehr zufrieden.

Die Ostalb ist daher zwischenzeitlich auch zum Mekka für den Onlinehandel geworden. Die Erfolgszahlen stehen denen, die etwa der Ballungsraum Ulm / Neu-Ulm aufweist in nichts nach.

Wir gehen davon aus, dass sich die Entwicklung des Onlinehandels auch in der nächsten Zeit sehr positiv entwickeln wird.

 

Neu: Prüfsiegel für Ihren Onlineshop

Aufgrund der starken Nachfrage unserer langjährigen Mandanten haben wir nun zwei Prüfsiegel eingeführt, die Ihren Onlineshop auch nach außen hin als rechtlich konform auszeichnen sollen.

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Die Prüfsiegel können Sie innerhalb unserer verschiedenen Beratungspakete nutzen.

Wir stehen Ihnen für Rückfragen selbstverständlich jederzeit sehr gerne zur Verfügung.

Stiftung Warentest: Ab 1.Juli Lizenzgebühren für Werbung mit Testsiegel

© Stiftung Warentest
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Das Werben mit dem Testurteil der Stiftung Warentest ist unter Händler sehr beliebt, da die Stiftung Warentest einen sehr guten Ruf bei Verbrauchern genießt. Die Urteile der Stiftung Warentest beeinflussen unstreitig das Käuferverhalten der Kunden.

Unlautere Werbung mit Testsiegel

Doch wo Licht ist, da gibt es auch viel Schatten. So haben viele Händler das Testsiegel missbräuchlich verwendet und so etwa ein Testurteil auf eine komplette Produktlinie ausgeweitet, obwohl von der Stiftung Warentest tatsächlich nur ein einzelnes Produkt und keine Produktlinie getestet wurde.

Auch wurde sehr oft mit veralteten Urteilen geworben, obwohl zwischenzeitlich sogar schon ein neues, jedoch für den Händler negativeres Testurteil vorlag.

Ab 1. Juli 2013 Lizenzgebühren für Werbung mit Testsiegel

Aus diesen Gründen hat die Stiftung Warentest nun die Weiterlesen