E-Commerce: Fotos in der Artikelbeschreibung sind bindend

© Alexandr Mitiuc - Fotolia.comDer Bundesgerichtshofs hatte entschieden, dass Produktfotos, die im Internet z.B. eine bestimmte Ausstattung des Verkaufsgegenstands abbilden, für den anschließenden Kaufvertrag ebenfalls bindend sind, wie es etwa die Artikelbeschreibung als solches auch ist.

Ein Käufer, der sich auf das Bild berufen hat, zog gegen den Händler vor Gericht und klagte auf Schadensersatz, weil die Abbildung eine Sache zeigte, die so schließlich durch den Händler nie geliefert wurde. Der Verkäufer wies auf seine Artikelbeschreibung hin, in der von den abgebildeten Extras kein Wort erwähnt wurde.

Der BGH gab in seiner Entscheidung zu bedenken, dass der Käufer grundsätzlich einen Anspruch auf Lieferung der abgebildeten Sache habe, denn Produktbilder haben allgemein bei der Darstellung und näheren Bezeichung der Ware bzw. des Lieferumfangs die gleiche Wertigkeit, wie etwa die Artikelbeschreibung als Text. Fotos von Verkaufsgegenständen sollen den tatsächlichen Gegebenheiten entsprechen. Wenn dies sodann nicht der Fall ist, liegt nach Ansicht des BGH eine Mangelhaftigkeit vor.

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